Neulich beim Spazierengehen

Spazieren Wandern gehen mit Kind und Kamera.
Diesmal durchforsteten wir wieder einmal Lichtensteins Wälder – und ich meine wirklich, durchforsten; Unwegsame Pfade mit abnormen Steigungen bzw. Gefälle und matschiger Grund. Das ist schon manchmal heikel, mit einem Baby vorm Bauch und einer Kamera in der Hand. Vielleicht eines der wenigen letzten Abenteuer für einen Familienvater mit Kleinkindern…

Hier mal der Pavillon, wie wir ihn tatsächlich sahen

Nach einigen Meilen hier lang und dort lang entdeckten wir einen weiteren ungemütlichen Pfad, den es zu bezwingen galt. Vor uns offenbarte sich unerwartet ein Pavillon vom Beginn des letzten Jahrhunderts. Der Ausblick nunnerzu hat allerdings auch schon bessere Tage erlebt, denn vor lauter Buchen sieht man selbst im laublosen Winter nicht viel von der Stadt. Das sollte einmal ein herrlicher Panoramablick gewesen sein.

Dieser Eindruck begegnet mir des Öfteren auf meinen Touren, vernachlässigte „Panoramawege“ und Aussichtspunkte. Es hat sie wohl einmal gegeben, aber ob jetzt die Kommunisten alles verwildern haben lassen, oder die letzten Jahrzehnte Deutsche Einheit, erschließt sich mir nicht. Den noch vorhandenen Schildern nach zu urteilen, gab es wohl nach der Wende Bemühungen, seither ist aber nicht mehr viel passiert. Das verfallene Lichtensteiner Schloss allerdings muss sich die Einheitspartei auf die rote Fahne schreiben lassen.
Touristisch also alles eher ein Flop. Ist aber wohl auch kompliziert, wenn das landschaftlich attraktive Erzgebirge direkt um die Ecke ist, und kommunale Gelder überall fehlen.

Aber ich schweife ab….

Das freistehende Bauwerk zur Rast nach dem Lustwandeln gefiel mir architektonisch sehr gut, wirkt aber Dank dem umliegenden Müll, den Grafittis und dem ausgebrannten Himmel nicht sehr interessant. Und beim Abdunkeln des Himmels und verschiedener Sättigungsaktionen kam ich auf den Flitz, das Bild Abends bzw. Nachts aufgenommen haben zu wollen.

Der Nebel wurde zur Stimmungserhöhung eher stümperhaft eingearbeitet, wirkt aber in meinen Augen.  Eigentlich fertig stellte ich dann fest, dass in der Bildmitte ein großes Loch klaffte, und ich meinte nicht das Fenster hinten raus. Nach diversen Experimenten (Schlüssel, Hologrammfrau, etc.) kam mir der Gedanke mit dem Mond. Und Monde habe ich einige fotografiert.

Das Composing ist bei weitem nicht perfekt, für mich aber durchaus OK. Ich habe mir ja auch vorgenommen, täglich etwas zu produzieren, und jetzt eben nicht wieder wie vorher tagelang daran herumzudoktern. Das kann zwar sinnvoll sein, wenn es ein großes Einzelprojekt ist, so sehr hing mein Herz dann aber doch nicht an einem Glücksfund im Wald.

Zum Schluss noch eine halbe Blendenstufe Helligkeit oben drauf gepackt, da Bilder auf meinem Rechner grundsätzlich heller wirken, als auf mobilen Endgeräten. Mal schauen.

recently in the woods…

 

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