Schnuckentag

Geplant waren klassische Sonnenaufgangs-Aufnahmen. Wecker auf 3:30 Uhr gestellt, 4:15 Uhr losgeradelt und bei klarem Himmel und Bodennebel am Zielhügel angekommen. Durch die hohen Baumgruppen hatte ich noch reichlich Zeit um meinen Standort zu überdenken. Zu wenig spektakulär, kein Vordergrund. Also wollte ich in Richtung Denkmal gehen um aus dem Dickicht heraus zu shooten.

Auf dem Weg dorthin nahm ich Bewegungen im Unterholz wahr. Ein Ziegenbock beobachtete mich eingehend. Vorsichtig, wie auf der Pirsch, verlagerte ich meinen Standort und fotografierte. Im langsam aufziehenden Nebel konnte ich nach und nach noch mehr Vierbeiner ausmachen; eine gemischte Herde aus Heidschnucken und Ziegen erschien wie aus dem Nichts.

Von da an war alle Planung hinfällig und ich wie gebannt von der morgendlichen Begegnung. Die Herde entfernte sich zunächst langsam in Richtung der aufkommenden Sonnenstrahlen und ich zog behutsam hinterher. Dann allerdings kamen sie in meine Richtung auf den Hügel rauf, musterten mich zunächst skeptisch und blieben auf Abstand.

Nach einer Weile allerdings war davon nichts mehr zu spüren und einige Schnucken machten sich an meinem Stativ zu schaffen und wieder andere belagerten die Bank auf die ich mich scheu geflüchtet hatte.

Leider hatte ich in der „Aufregung“ wieder einmal vergessen den von der Stativbenutzung deaktivierten Autofokus wieder einzuschalten, was mir um die 70 Bilder versaute. Dafür hatte ich einen tollen Morgen und die Herde ein wenig Abwechsung. Ein paar Bilder von der Umgebung sind dann doch noch einigermaßen gelückt.

 

 

Galerie zum Ausflug

 

%d Bloggern gefällt das: